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Implantat oder Brücke: wie die Entscheidung fällt
Für eine einzelne Lücke gibt es zwei Wege, und beide können richtig sein. Entschieden wird nicht durch Werbung, sondern durch Nachbarzähne, Knochen und Zeit.
- Autor
- Uzm. Dt. Duygu Tuna
- Veröffentlicht
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Wird ein Zahn gezogen oder geht verloren, gibt es zwei bewährte Wege, die Lücke zu schließen: eine Brücke, die auf den Nachbarzähnen ruht, und ein Implantat im Knochen. Beide werden seit Jahrzehnten eingesetzt; die Frage ist nicht, was „besser“ ist, sondern was zu Ihrem Mund passt.
Was eine Brücke macht
Die Zähne beiderseits der Lücke werden beschliffen, darauf wird eine dreigliedrige Krone zementiert; das mittlere Glied füllt die Lücke. Der Knochen bleibt unberührt, kein Eingriff, fertig in zwei bis drei Wochen.
Was ein Implantat macht
In die Lücke wird eine Titanwurzel gesetzt; nach dem Einheilen wird darauf ein einzelner Zahn aufgebaut. Die Nachbarn werden nicht beschliffen. Es gibt einen Eingriff und 2–4 Monate Wartezeit für den Knochen.
Vier Dinge, die entscheiden
Die Nachbarzähne. Sind sie bereits gefüllt oder überkront, kostet die Brücke sie nichts zusätzlich. Sind sie gesund und unberührt, wird eher ein Implantat erwogen, als zwei gesunde Zähne zu beschleifen.
Knochen. Ein Implantat braucht genug Höhe und Breite, gemessen im DVT. Fehlt Knochen, kommt ein Aufbau oder Sinuslift hinzu – das verlängert Zeit und Schritte.
Zeit. Eine Brücke braucht Wochen, ein Implantat Monate. Für Patienten aus dem Ausland oder mit festem Termin kann das ausschlaggebend sein.
Allgemeinzustand. Unkontrollierter Diabetes, bestimmte Medikamente und starkes Rauchen stören die Einheilung; sie ändern den Plan, schließen ihn nicht immer aus.
Auf lange Sicht
Ein Implantat belastet den Knochen darunter und bremst seinen Abbau; unter einer Brücke geht Knochen mit der Zeit zurück. Andererseits hält eine Brücke jahrelang problemlos, solange die Pfeilerzähne gesund bleiben. Beide brauchen alle sechs Monate Kontrolle und Zwischenraumreinigung.
Kurz
Beide Wege sind legitim. Bei der Untersuchung werden zuerst die Nachbarzähne, dann das DVT betrachtet, und beide Optionen werden schriftlich mit Dauer und Schritten übergeben. Die Entscheidung liegt bei Ihnen.
Die Angaben auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine zahnärztliche Untersuchung. Die Behandlungsentscheidung erfolgt nach Untersuchung und Röntgenbefund.
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